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Wochenendkunstfahrt MuSeenLandschaft Blauer Reiter - Murnau
Zwischen bayerischer Landeshauptstadt und Alpen erstreckt sich eine der herrlichsten Gegenden Deutschlands. Die saftig grüne Landschaft mit ihren klaren Gewässern und den reizvollen Ausblicken auf das majestätische Gebirge beflügelte schon Ludwig Thoma zu dem Ausruf: »Mach nur die Augen auf; alles ist schön!«
Daher kamen im frühen 20. Jahrhundert die jungen Maler aus München hierher, um die Natur in kraftvollen Farben und Formen zu erfassen. Aber auch Emil Nolde und Ernst Ludwig Kirchner waren hier, bevor sie Mitglieder der Dresdner Künstlergemeinschaft »Brücke« wurden. Besonders innig waren die Künstler des »Blauen Reiters« Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, Alexej von Jawlensky oder Heinrich Campendonk der Region verbunden, was sich noch heute in einer einzigartigen Museumslandschaft in dieser Region zeigt.
So lockt am Staffelsee der kleine Marktflecken Murnau in seinem Schlossmuseum mit herausragenden Arbeiten jener Künstler, die hier den Blauen Reiter aus der Taufe hoben. Ihre Hinwendung zu einer kraftvollen und flächigen Malweise wird noch heute gemeinhin als das „Wunder von Murnau“ beschrieben.
Das liebevoll in den letzten Jahren nach alten Plänen wieder hergerichteten Wohnhaus Gabriele Münters, in dem sie mit Kandinsky mehrere Jahre lebte und arbeitete ist heute als Museum zugänglich und gibt neben der Präsentation zahlreicher Bilder einen ganz besonderen und authentischen Einblick in die Wirkungsstätte der Maler des "Blauen Reiter". Aus den Fenstern des Obergeschosses ist manches vertraute Bildmotiv noch heute zu erkennen!
Am nahe gelegenen Kochelsee bietet das Franz Marc Museum exquisites Kunsterleben rund um seinen Namensgeber. Von 1904 an ist Marc jedes Jahr von München aus nach Kochel hinausgefahren, bis er schließlich Jahre später ganz in sein geliebtes "Blaues Land" zunächst nach Sindelsdorf und dann nach Ried zog. In Kochel sind in einem eigenen, durch einen großen modernen Anbau erweiterten Franz-Marc-Museum zahlreiche Ölbilder und Zeichnungen von ihm und seinen Malerfreunden zu bewundern.
In der Nähe der Osterseen macht das Museum Penzberg mit seiner herausragenden Sammlung von Werken Heinrich Campendonks auf sich aufmerksam. Der Jüngste im Kreis des Blauen Reiters war vor allem maßgeblich von Franz Marc beeinflusst. Der 2016 wiedereröffnete Zwillingsbau des Museums beherbergt hinter seiner lebendigen dunklen Klinkerfassade, die zu einer Attraktion im Stadtbild geworden ist, die größte Campendonk-Sammlung weltweit.
Und die unweit gelegene Kaulbach-Villa in Ohlstadt bietet die Möglichkeit, in den aufwändigen Lebensstil des Malers Friedrich August von Kaulbach einzutauchen, der neben Lenbach und Stuck als einer der großen Münchner Malerfürsten gefeiert wurde. Er leistete sich neben seinem herrschaftlichen Wohnhaus in der Isarstadt auch einen ländlichen Sommersitz in Ohlstadt, wo noch heute sein künstlerischer Nachlass verwahrt wird. Mit zahlreichen originalen Möbelstücken ausgestattet, präsentiert das 1997 als Museum eröffnete Haus zudem zahlreiche Meisterwerke seines malerischen Schaffens. Der Besuch lässt somit den Kontrast zwischen den Werken der traditionellen Münchner Malerschule des ausgehenden 19. Jh. und jener des wegweisenden Blauen Reiter anschaulich erlebbar werden.
In dieser beeindruckenden MuSeenLandschaft gehen Naturerleben und Kunstgenuss eine einzigartige Verbindung ein, welche wir in ihrer ganzen Schönheit erleben wollen.
Termin: Freitag, 25.09. - Sonntag, 27.09.2026
Ort: Murnau und Alpenvorland mit Kochel, Penzberg, Ohlstadt
Referentin: Ulla Katharina Groha M.A.
Kosten: 540,00 Euro im Doppelzimmer und 610,00 Euro im Einzelzimmer
Anmeldung: keb Katholische Erwachsenenbildung Rems-Murr e.V. mit E-Mail keb.rems-murr@drs.de, online oder telefonisch Tel. 07151/9596721
Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung Rems-Murr e.V. in Kooperation mit der Firma Maier Reisen Kaisersbach

