Gerhard Richter - „Malen ist eine andere Form des Denkens“

Die Jungen Jahre. Kunststück am Vormittag I. Vortrag anlässlich der Ausstellung „Die jungen Jahre der alten Meister: Baselitz, Richter, Polke, Kiefer“ in der Staatsgalerie Stuttgart.

Gerhard Richter, Jahrgang 1932, zählt unangefochten zu den bedeutendsten Künstlern unserer Zeit. Seine Arbeiten sind in allen großen Museen vertreten. Mit derartigen Superlativen allein wird man dem Werk des Künstlers jedoch kaum gerecht. In der Zeit des 3. Reiches geboren, in der DDR die Jugend- und Ausbildungsjahre erlebt und in der Bundesrepublik zu Ruhm gelangt, lässt sich an Hand seines Lebens und Werks deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte reflektieren. Richter schuf ein ungemein komplexes Oeuvre voller Widersprüche und Diskontinuitäten. Es umspannt nahezu fotorealistische Naturdarstellungen, unscharfe Schwarz-Weiß-Gemälde nach Fotografien und abstrakte Kompositionen in expressiver Farbigkeit. Doch auch Glas- und Spiegelobjekte in bestechender technischer Perfektion gehören dazu. Was dieses Werk zusammenhält, ist Richters forschende und experimentierende Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Es geht um die mit den Augen wahrgenommene, die mit der Kamera fotografierte, die gespiegelte, die im Glas transzendierte und auch um die malerisch inszenierte Realität.

Termin: Fr, 15.03.2019, 09:30 Uhr

Ort: Gemeindezentrum St. Antonius, Marienstraße 4, 71332 Waiblingen

Leitung/Referent: Ulla Katharina Groha, M.A. Kunsthistorikerin und Museumspädagogin

Kosten: 8 EUR

Anmeldung: erforderlich bis 28.02.2019, keb.rems-murr(at)drs.de, 07151 9596721

Veranstalter: keb Rems-Murr