Mathias Grünewald – Leid und Erniedrigung als theologische Bildsprache

Kunststück am Vormittag II.

Wenig ist bekannt von dem Maler Mathias Grünewald, der uns heute immer noch mit der künstlerischen Wucht seines Isenheimer Altares überwältigt. Lange Zeit kannte man noch nicht einmal dessen Namen, denn Joachim Sandrart gab dem einstigen Zeitgenossen von Dürer und Cranach in seiner "Teutschen Academie" von 1675 den Phantasienamen "Grünewald". Erst in der jüngeren Kunstgeschichte konnte das Rätsel entschlüsselt werden. Heute wissen wir, dass hinter den wenigen Arbeiten, die sich mit dem Isenheimer Altar stilistisch einem Meister zuordnen lassen, der "Maler und Wasserkunstmacher" Mathis Gothart Nithart steht. Seine nur in geringer Zahl erhaltenen Gemälde, allen voran die Tafeln des schon erwähnten Isenheimer Altars oder der sog. Stuppacher Madonna, sind von einer Eindringlichkeit der Bildsprache und einem Reichtum des Sinngehalts, dass sie einen hervorragenden Einblick geben in die mittelalterliche -frühneuzeitliche Ikonographie und Rückschlüsse zulassen, auf das einst umfangreicher Gesamtschaffen des Meisters.

Termin: Fr, 08.11.2019, 09:30 Uhr

Ort: Gemeindezentrum St. Antonius, Marienstraße 4, 71332 Waiblingen

Referentin: Ulla Katharina Groha, M.A. Kunsthistorikerin und Museumspädagogin

Kosten: 8 EUR Tageskasse

Anmeldung: Bis 18. Oktober, keb.rems-murr(at)drs.de, 07151 959 67 21.